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8. Queerstreifen

Die lesbisch-schwulen Filmtage in Münster
von Do 2. bis So 5. November 2006

Guten Tag!
 

Ein Film-Festival wird festlich eröffnet, doch kein Film ist auf der Leinwand zu sehen. Ein Skandal? Nein, die Queerstreifen! Bei der achten Auflage unserer lesbisch-schwulen Filmtage durchbrechen wir die Routine und machen alles ein bisschen anders.

Unser erster Programmpunkt ist in diesem Jahr ein Konzert. Die schottische Folk-Diva Lorraine Jordan widmet ihre ausdrucksstarke Stimme und ihre schmerzlich süßen Melodien dem Thema (lesbische) Liebe. Ein Münster-Debüt, das man auf keinen Fall verpassen darf.

Danach heißt es aber natürlich wieder "Film ab": Zwölf Spiel- und Fernsehfilme sowie eine Zusammenstellung aktueller Kurzfilme geben neueste Einblicke ins lesbisch-schwule Kinoschaffen.

Ein Thema, das nie vergeht: Coming-out. Die Frage "Wie sag ich's meinen Eltern und meinen Freunden?" stellt sich in jeder Generation neu und anders. Regisseurin Kirsi Marie Liimatainen antwortet darauf ruhig und sensibel in ihrem Melodram SONJA. Bunt und aufgedreht werden hingegen in der US-Schwulenkomödie DORIAN BLUES die üblichen Klischees durch den Kakao gezogen: Ja, Papa ist ein konservativer Spießer, ja, Brüderchen ist ein Hetero-Football-Spieler, ja, Dorian sieht süß aus. Was will man mehr?

Ein anderes, ernsteres Thema bleibt ebenfalls immer eine Herausforderung: der Kampf gegen sexuelle und psychische Gewalt. Zu sehen etwa in dem englischen Spielfim GYPO, der den Ausbruch einer lesbischen Frau aus einer 25-jährigen bedrückenden Ehe zeigt. Oder in Gregg Arakis Drama MYSTERIOUS SKIN, in dem ein junger Mann mit dem Missbrauchs-Trauma seiner Kindheit ringt.

Immer öfter richten Filmemacherinnen und -macher ihren Blick auf das Schicksal homosexueller Menschen in vergangenen Jahrhunderten. Das Resultat darf in diesem Jahr uneingeschränkt genossen werden: In der dreistündigen BBC-Produktion FINGERSMITH rauschen die Reifröcke durch das viktorianische England. Die Mädchen, die sie tragen, sind erwartungsgemäß nicht artig. Knabberzeug und Taschentücher sollten griffbereit sein.

Wir wünschen allseits gute Unterhaltung!

Die Queergestreiften