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My Camera Doesn't Lie
Xiao Wu
Yue Shi
Suzhou River
He Zi
I Love Beijing
He Min Gong Tiao Wu
Farbenprächtige Historiendramen, Kung-Fu-Epen, linientreue Produktionen…die staatliche Zensurbehörde erlaubt nur Filme, die ein China idealisieren, das es schon lange nicht mehr gibt. Doch im Untergrund brodelt es. Junge Filmemacher nutzen die Möglichkeiten digitaler Technik und ignorieren die Zensur, auch wenn das bedeutet, dass ihre Filme in ihrer Heimat verboten sind und sie für ihre Überzeugungen jederzeit hinter Gitter wandern können.

Sie lenken das Auge der Kamera auf die sozialen Brandherde, die der dramatische gesellschaftliche Wandel der letzten zwanzig Jahre in China entzündet hat: Landflucht, Obdachlosigkeit, Drogen, Prostitution, Arbeitslosigkeit, Urbanisierung in science-fiction-haften Dimensionen. Für Außenstehende sind Tempo und Ausmaß dieses Umbruchs kaum vorstellbar. Was die jungen Regisseure antreibt, ist das Bedürfnis, von all dem auf eine beneidenswert leidenschaftliche Weise Zeugnis abzulegen, denn diese Probleme werden in der chinesischen Öffentlichkeit weitgehend totgeschwiegen.

Das neue chinesische Kino ist unabhängig, engagiert und stilistisch höchst vielfältig. Wir zeigen einen Querschnitt aus den letzten 6 Jahren, der neben radikalen Dokumentationen auch Videos und Spielfilme mit ausgefeilter Ästhetik bietet.

Zum Auftakt der Reihe am 2. Februar hält Martin Gieselmann (Sinologisches Seminar, Universität Heidelberg) einen einführenden Vortrag zum Filmschaffen in China: "Von roten Laternen und staubigen Straßen"

»Das Zeitalter des Amateurfilms wird bald wieder kommen. Film darf nicht länger das Privileg einer kleinen Gruppe von Menschen sein. Unlängst traf ich in Shanghai einen Kreis junger Cineasten. Sie verdienen ihr Geld als Flugzeugmechaniker oder Plakatmacher - aber vielleicht sind sie die zukünftigen Filmemacher Chinas? Ich habe schon immer einen Antipathie gegen die unerklärliche Überheblichkeit von Professionellen gehegt. Mir stehen die Amateure nah. Ihre Arbeitsweise lebt von dem Glauben an Gleichberechtigung und Gerechtigkeit, sie haben ein aufrichtiges Interesse am Leben und echtes Mitgefühl für normale Menschen.« (Regisseur Jia Zhang Ke)

Mo 02.02.2004 — 18:45 My Camera Doesn't Lie + Vortrag zum neuen chinesichen Kino
Mo 16.02.2004 — 19:00 Xiao Wu
Mo 01.03.2004 — 19:00

Yue Shi (Mondfinsternis)

Mo 15.03.2004 — 18:45 Suzhou River
Mo 29.03.2004 — 18:45 He Zi (Die Kiste)
Mo 12.04.2004 — 19:15 I Love Beijing
Mo 26.04.2004 — 18:45 He Min Gong Tiao Wu

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